Verankerung der hospizlichen Haltung in der Gesellschaft

Tod und Trauer sind wesentliche Teile des Lebens. Lange Zeit wurden sie aus der Gesellschaft verdrängt und tabuisiert. Sterbende und trauernde Menschen wurden vielfach allein gelassen. So sind gute und bewährte Umgangsformen verlorengegangen. Bis heute fühlen sich Angehörige oder Freunde in Krisenfällen überfordert und handlungsunfähig.

 

Damit sich das ändert, möchten wir unsere hospizliche Haltung in die Gesellschaft tragen und darin verankern: Sterbenden soll ihre Würde bleiben bis zuletzt. Trauernde sollen ihre Gefühle zulassen, diese ausdrücken und leben dürfen. Weil Sterben und Trauern zum Leben eines jeden Menschen gehören, müssen beide Aspekte in der Gesellschaft Raum und achtsame Zuwendung erfahren. 

  • Auf Anfrage kommen wir in Schulen, Kindergärten, Vereine und Nachbarschaften, um gemeinsam konkrete Fragen zu Tod und (Kinder-)Trauer zu bearbeiten
    • Wir stellen mögliche Formen des Umgangs mit der Trauersituation vor und entwickeln gemeinsam Abschiedsrituale, die den Gefühlen Ausdruck geben können
    • Wir bieten konkrete Hilfe an, z.B. die Begleitung zur Aufbahrungshalle oder das Erstellen von „letzten, liebevollen Beigaben“ oder Grabschmuck
    • Sie können uns jederzeit zu aktuellen Trauerfällen oder akuten Ereignissen im Lebensumfeld ansprechen - wir sind kurzfristig für Sie da
  • Wir bieten öffentliche Abende an zu den Themenbereichen Bestattungsformen, Patientenverfügung, interkulturelle Trauer u.a.
  • Wir laden ein, ein Krematorium oder Kolumbarium kennenzulernen
  • Wir führen Fortbildungen durch für Erzieher und Lehrer zu den Themenbereichen Sterben, (Kinder-)Trauerprozesse und Trauerreaktionen
  • Wir arbeiten mit Kindern in Projekten wie „Hospiz trifft Schule“ und mit Konfirmanden und Firmlingen
  • Wir bilden Studierende am Berufskolleg fort, speziell Erzieher und Heilerzieher
  • Wir gestalten an Allerheiligen (1. November) einen Trauerkulturtag auf dem Billerbecker Friedhof mit kreativem Gestalten für Kinder (Grabschmuck), Buchausstellung und Information über Formen der Aufbahrung und Bestattung durch lokale Bestatter